Weihnachtsgruß des Ortsbürgermeisters

Von am 23. Dezember 2018
Ganz persönlich
Digitalisierung, Globalisierung, Armut, Egoismus,
Ungerechtigkeit, Unsicherheit, Geld und Macht,
Werteverlust, Skandale, …
So nehmen viele das Leben wahr, haltlos, ein einziger Wirbel.Und mitten in diesem Wirbel die Kirchen
als Institutionen. So denken viele.

Nimmt man den Besuch der Gottesdienste mit
ins Bild, ist der Glaube scheinbar auf dem Rückzug.

Weihnachten? Advent?

Was viele daraus machen, macht es nahezu
unmöglich, sich in Ruhe und mit Aufmerksamkeit
auf die Ankunft, vorzubereiten. Die Zeit der
Besinnlichkeit ist bis zur Unkenntlichkeit entstellt.

Auch hier Rückzug?

Persönlicher Glaube in unserer Welt? Wer traut sich,
trotz Gleichgültigkeit, trotz Spott und Hohn,
trotz Christenverfolgung in vielen Teilen der Erde?

Rückzug?

Ganz sicher nicht.
Immer wieder besinnen sich weltweit Menschen
auf den Anfang, auf die kleine, unwahrscheinliche,
verrückt wirkende Geschichte mit den einfachen
Leuten im Stall. Der dort geboren ist, trat nach
unseren Maßstäben vollkommen machtlos auf.

Er hatte nur das Wort.

Aber sein Wort ließ aufhorchen, in allem Wirrwarr,
über zweitausend Jahre und heute immer noch.
Ich danke allen, die sich immer wieder auf die kleine
Geschichte und auf das Wort am Anfang besinnen,
die mit der Kraft dieses Wortes immer wieder Halt,
Freude und Hoffnung in unser Dorf bringen,
die Mitmenschen aufrichten und mitnehmen.
Da ist immer Aufbruch, da ist Liebe.
Das ist wirkliche, echte Weihnacht.
Ich danke allen in unserem Dorf,
die nicht auf dem Rückzug sind.

Und ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes
Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

Ihr Matthias Otterbach
Ortsbürgermeister

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