Wie Weihnachten – Männerarbeit und Tafeln erhalten weit über 1000 Flaschen Saft


Die Männerarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen und lokale Unternehmen haben sich in der Vergangenheit bereits öfter zusammengetan, um hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. Und auch Ute Weber von der Altenkirchener Tafel erinnert sich an einen Moment, als eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern ein Lebensmittelpaket erhielt und spontan sagte: „Das ist wie Weihnachten“. Das zeigt die Bedeutung solcher Initiativen für Menschen in Not.

Thorsten Bienemann, Männerbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen, ist kein Unbekannter in der Welt der Lebensmittelspenden. Sowohl durch sein ehrenamtliches Engagement als auch beruflich, als operativer Leiter der wällermarkt eG, setzt er sich aktiv für gemeinnützige Zwecke ein. Die wällermarkt eG hat sich zum Ziel gesetzt, ein regionales Online-Kaufhaus zu betreiben, in dem lokale Einzelhändler und Produzenten aus dem Westerwald ihre Waren anbieten können.

Eines dieser Unternehmen ist die Privatkelterei Junge in Altenkirchen. In einem Gespräch mit dem Firmenchef, Benjamin Junge, wurde spontan eine Lebensmittelspende in Form von Apfelsaft zur Verfügung gestellt. Die Kelterei stellt den Saft aus regionalen Rohstoffen her und setzt dabei auf Nachhaltigkeit. Diese großzügige Spende fand schnell ihren Weg zu den Tafeln im Kreisgebiet, die von Trägern wie dem Diakonischen Werk Altenkirchen und den Evangelischen Kirchengemeinden Altenkirchen, Betzdorf und Wissen unterstützt werden.

Die Übergabe der Saftspende fand in Altenkirchen statt, wo Vertreter der drei Tafeln im Kreis zusammenkamen. Die Freude war groß, als der Inhaber der Privatkelterei weit über tausend Flaschen Saft überreichte, die in den kommenden Wochen über die Tafeln verteilt werden. Benjamin Junge betonte: „Ich freue mich, mit dieser Spende meinen Teil zu einem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln beitragen zu können. Die Tafel ist eine Einrichtung, die unbedingt unterstützt werden muss!“
Die Tafeln spielen nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Lebensmittelversorgung, sondern schaffen auch Gemeinschaft und laden Menschen in Not zu sich ein. Bruno Georg von der Tafel in Betzdorf appelliert: „Jede und jeder kann aktiv werden und haltbare Lebensmittel sammeln. Diese werden dringend benötigt.“ Ute Weber von der Altenkirchener Tafel stimmt zu und hofft, dass dieses inspirierende Beispiel Schule macht, da der Bedarf an Unterstützung stetig wächst. Die Tafeln sind als Grundversorger für Menschen in Armut unverzichtbar geworden.