Datenautobahn steht oben auf der Agenda

Von am 23. Januar 2014

Ortsentwicklung

In Niederfischbach geht es im Jahr 2014 um bessere Straßen und schnelleres Internet

Im Jahr 2014 wird in Niederfischbach unter anderem das Thema Breitbandversorgung groß geschrieben. Denn beim schnellen Internet gibt es auch in der Asdorftalgemeinde viele Mankos, erklärt Ortsbürgermeister Matthias Otterbach im RZ-Gespräch: „Einzelne Ortsteile und Straßen haben eine geradezu vorsintflutliche Versorgung, und wir müssen da dieses Jahr etwas auf den Weg bringen.“

Otterbach weist darauf hin, dass eine gute Internetverbindung für potenzielle Mieter, Hauskäufer und vor allem Gewerbetreibende „ein ganz wichtiges Entscheidungskriterium ist“. Daher sollen in den diesjährigen Haushalt der Gemeinde Planungskosten dafür eingestellt werden – wie viel, so Otterbach, sei noch offen. „Wir werden versuchen, gemeinsam mit der Kreisverwaltung Lösungen zu finden, und zwar im Rahmen der Regionalentwicklung.“

Neben der Datenautobahn geht es den „Föschbern“ aber auch um die „normalen“ Straßen. Doch hier, wie auch bei allen anderen Posten im bald zu beschließenden Etat, sind kaum noch größere Sprünge möglich. Otterbach hat gute Gründe, „2014 eine noch miserablere Entwicklung bei den Finanzen der Ortsgemeinden“ zu befürchten als 2013. Vor lauter Pflichtaufgaben und vor allem den Umlagen sei man gezwungen, darüber nachzudenken, „ob wir uns alle gemeindeeigenen Liegenschaften auf Dauer noch leisten können. Alle Liegenschaften kommen auf den Prüfstand, und auch heiße Eisen müssen wir anpacken.“ Da nennt der Ortschef etwa die zehn Kinderspielplätze der Gemeinde: „Die Frage müssen wir uns stellen, ob wir uns diese angesichts der dramatisch gesunkenen Geburtenzahlen noch leisten können.“ Entsprechend wenig Geld steht für die Sanierung oder gar den Ausbau von Straßen parat. So müsste die alte Steinbrücke im Junkernthal unweit der Alten Rentei dringend saniert werden, was schon 2013 auf dem Plan stand. Doch auch 2014 „kann uns kein Mensch sagen“, so Otterbach, „wie wir das überhaupt finanzieren sollen“.

Die alte Steinbrücke im Junkernthal unweit der Alten Rentei – die zu Niederfischbach gehört – muss dringend saniert werden, was eigentlich schon 2013 geplant war. Doch die Kassen der Ortsgemeinde werden leerer und leerer, sodass auch dieses Projekt 2014 nicht garantiert ist. Foto: Markus Döring

Auf Grundlage des vom Bauamt der VG-Verwaltung in Kirchen erstellten Straßenerhaltungs-Managements will man auch in „Föschbe“ die am schlimmsten ramponierten Straßen ausbessern, um einen wesentlich teureren Ausbau in ein paar Jahren zu vermeiden. So ist in der Auengartenstraße eine Oberflächeninstandsetzung geplant. Ein Vollausbau soll das etwa 300 bis 400 Meter lange Verbindungsstück von der Eisenstraße zur Tüschebach erleben. Otterbach: „Da ist die Ortsgemeinde in der Verkehrssicherungspflicht.“ Ferner ist geplant, ein Stück Feldweg im Ortsteil Hüttseifen im Bereich der Wohnbebauung erstmals zu erschließen. Darüber hinaus sollen die schlimmsten Schlaglöcher und ramponierten Stellen im Rahmen von einfachen Ausbesserungsarbeiten erledigt werden.

Quelle: Peter Seel RZ

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.