Ein Föschber in Warschau

Von am 3. November 2015

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Ende September endeten für Marvin Otterbach die diesjährigen Saisonläufe im ADAC Youngster Slalom Cup. Auch hier konnte er wieder mit guten Resultaten aufwarten, so dass er sich den kurzfristig im 6. Lauf verlorengegangenen vierten Tabellenplatz zurückerobern konnte. Mit diesem Ergebnis liegt er um ganze zwei Positionen besser als im Vorjahr.

Vor zwei Wochen erhielt Marvin eine Einladung zum Verva Street Race im Nationalstadion von Warschau, der größten Motorsportveranstaltung in Polen. Der Anruf kam von Sepp Renauer, der für Renauer Motorsport aus Neunkirchen in Österreich tätig ist. Dieser hatte sich daran erinnert, dass Marvin sich im vergangenen Jahr bei ihm über das Fahren im NASCAR Sport in der NASCAR WHELEN EUROSERIES (Europäische Nascar Serie) eingehend informiert hatte. Auch ein persönliches Gespräch am Nürburgring mit eingehender Besichtigung des Sportgerätes, das aus einem Einheitsrahmen mit Sicherheitszelle besteht, erfolgte. Das Herz bildet ein V8 Chevrolet Motor mit 450 PS. Als Silhouette dient in diesem Fall ein Ford Mustang. Diesen Boliden sollte Marvin durch das umgebaute Stadion bewegen.

Nachdem mit seinem Sponsor SIEBAU Raumsysteme GmbH & Co. KG die finanzielle Seite geregelt war, wurden die Tickets nach Warschau geordert. Dort angekommen ging es nach einer angenehmen Hotelnacht ins Stadion, um die Strecke und das Fahrverhalten des Nascars auszutesten.

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Dieses erwies sich als ziemlich schwierig, da die Reifen auf dem Fahrbahnbelag bei den relativ niedrigen Geschwindigkeiten keinen Grip aufbauen konnten. Auch die Bremse – ohne ABS und Bremskraftverstärker – war sehr gewöhnungsbedürftig. So war es fast unmöglich, die Kraft des Boliden ohne durchdrehende Räder auf den Asphalt zu bringen.

Mit mehreren freien Trainigssitzungen gingen die ersten beiden Tage zu Ende. Am Samstag Mittag wurde dann ein Abschlusstraining durchgeführt. Zeitgleich startete rund um das Stadion die Pre Show Party mit der Warschauer Autoshow. Auch hatte man die Möglichkeit, sich ganz ungezwungen und ausgiebig mit Felix Baumgartner und dem vierfachen Skisprungweltmeister Adam Malysz zu unterhalten.

Am Abend wurde es dann ernst. Marvin startete im mit über 50.000 Zuschauern ausverkauften Stadion vom zweiten Startplatz in das Rennen mit insgesamt vier Fahrzeugen, die allesamt von aktuellen Piloten der NASCAR WHELEN EUROSERIES gesteuert wurden. Obwohl bei Marvin während des Startvorgangs kurz die Drehzahl des Motors absackte, gelang es ihm, als zweiter Fahrer in die erste Kurve einzubiegen. Sein Plan, den vor ihm startenden sofort zu überholen, war somit nicht aufgegangen. Im Gegenteil, es war durch ein Missgeschick eine Lücke entstanden. Das begeisterte polnische Publikum wollte Renn-Action sehen und feuerte Marvin an. Es gelang ihm noch, die entstandene Lücke zu schließen. Doch überholen war nicht möglich, da sein Gegner geschickt den Weg verstellte.

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So wurde Marvin sehr guter Zweiter hinter Christian Malcharek aus der Slowakei. Nach dem Rennen konnte er dann von der Tribüne aus den Rest der hervorragenden Show der drei Moderatoren von Top Gear verfolgen.

Am nächsten Tag galt es, sich vom Ehepaar Renauer und dem Team zu verabschieden. Ein wehmütiger Blick wurde noch einmal auf das Nascar geworfen, welches jetzt im Winter für die neue Saison vorbereitet wird. Nach dem Rückflug am Abend gab es einiges zu erzählen. Fazit:
Warschau war unbedingt eine Reise wert und eine Fortführung wird angestrebt.

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