Jetzt locken Nutrias und Marderhunde

Von am 2. Oktober 2015
Tierpflegerin Malwine Scheidt im neuen Kombi-Gehege für Nutrias (Mitte) und Marderhunde – eine neue Attraktion im Kesselbachtal. Foto: Peter Seel

Tierpflegerin Malwine Scheidt im neuen Kombi-Gehege für Nutrias (Mitte) und Marderhunde – eine neue Attraktion im Kesselbachtal. Foto: Peter Seel

Niederfischbachs Tierpark hat ein neues Kombinations-Gehege

Niederfischbach. Seit zwei Wochen ist der Niederfischbacher Tierpark um eine weitere Attraktion reicher: Nachdem bereits die Kombinationshaltung von Waschbären und Fischotter in einem Gehege bundesweit zu einem Aushängeschild für die Einrichtung geworden ist – können die Besucher nun in einem neuen Gehege drei Nutrias (südamerikanische Sumpfbiber) und zwei osteuropäische Marderhunde erleben. Beide Gattungen sind längst, ähnlich dem Waschbären, in Europa heimisch geworden. Mit dem neuen Gehege, erklärt Peter Merzhäuser, Geschäftsführer des Tierparkvereins, habe man zugleich ein wichtiges Etappenziel erreicht: Die Umgestaltung des Geländes im Talbereich des Parks, wo sich stets die meisten Gäste aufhalten, ist nun weitgehend abgeschlossen.

Durch den Kinderspielplatz im Eingangsbereich, den Storchenteich dahinter und dann den beiden Kombi-Gehegen und schließlich bis hinauf zu den Vogelvolieren ist der Park jetzt durchgängig attraktiver geworden, wirkt putzsauber und übersichtlich. Hier sticht das weiträumige Nutria/Marderhund-Gehege mit seinen zwei Tümpeln sofort ins Auge. Vorher hatten hier Dutzende von Laufenten gequakt, die aber an einen Zoo bei Halle abgegeben wurden.

Das Tierparkteam hat den Entenbereich umgestaltet, die Tümpel entschlammt, hat für drei Hütten und jede Menge große Steine zwischen den Bäumen gesorgt. Das Gehege ist von einer hellen Mauer aus Schalsteinen umgeben, die an sechs Sommerwochenenden so gut wie ganz in Eigenarbeit errichtet worden ist. „Sogar den Beton haben wir selbst gemacht“, lacht Merzhäuser, „in einem ausgeliehenen Betonmischer.“ Grund zum Lachen hat er: Auf diese Weise kostete die ganze Anlage die Parkkasse gerade mal 7000 Euro – die Materialkosten.

Während die Marderhunde schon länger im Park leben und lediglich aus einem Kleingehege neben der Meerschweinchenburg ins neue Areal umziehen mussten, kommen die drei Nutrias, zwei Weibchen und ein Männchen, aus dem Tierpark Groß-Gerau. „Da war das Gehege zu klein“, so Merzhäuser, „und es wird ein neues gebaut. Vielleicht können da später die Kinder der Föschber Nutrias einziehen.“

Tierpflegerin Malwine Scheidt ist sicher, dass die Nutrias bald zu den Zuschauerlieblingen im Park gehören werden: „Toll, wie neugierig diese Tiere sind und wie sie auf die Leute zugehen.“ Und mit den Marderhunden kommen sie wegen ihrer gemütlichen Art prima zurecht – erneut der gelungener Versuch einer Vergesellschaftungsanlage im Kesselbachtal.

Quelle/Autor: Peter Seel
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 2. Oktober 2015, Seite 30

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