Aktionsgemeinschaft und Tierpark stellen die „Zoocard“ vor

Von am 21. August 2015

Zoocard_Niederfischbach_Aktionsgemeinschaft

Gemeinsam für Niederfischbach – Peter Merzhäuser rechnet in diesem Jahr mit 50 000 Besuchern

Was wäre die springlebendige Gemeinde im Asdorftal ohne den Tierpark, was ohne die Aktionsgemeinschaft? Beide sind auf ihre Weise Institutionen und liegen (fast) gleichauf mit Siegerländer Dom, Kirmes und Hauberg. Dass es nicht nur ein Nebenher, sondern ein echtes Miteinander ist, zeigte sich gestern im Tierpark: Zusammen mit Ideengeber Peter Merzhäuser, Geschäftsführer des Tierpark-Vereins, stellten die Vorstandsmitglieder der Aktionsgemeinschaft die gemeinsame „Zoocard“ vor. Von dieser Bonuskarte sollen sowohl Tierpark als auch Einzelhändler profitieren – und damit ganz Niederfischbach. Neudeutsch würde man wohl von einer Win-Win-Situation sprechen.

Das System ist relativ einfach: Wer die Einrichtung im Kesselbachtal als Erwachsener besucht (und regulär Eintritt zahlt), erhält eine „Zoocard“ mit dem Stempel des Tierparks. Damit gibt es bei ausgewählten Geschäften und Dienstleistern in Niederfischbach besondere Rabatte oder kleine Präsente. Die Karte gilt nur einmalig und wird bei Inanspruchnahme einbehalten. Umgekehrt können aber auch die beteiligten Geschäftsleute die „Zoocard“ ausgeben – nach individuell festgelegten Kriterien –, damit hat dann ein Kind im Tierpark freien Eintritt. Nach Angaben von Geschäftsführer Gerd Braas machen zu Beginn der Aktion etwa zehn Mitglieder der Aktionsgemeinschaft mit, doch 2. Vorsitzender Michael Schreiber ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass man diesbezüglich noch deutlich aufstocken will. Gerade auch auswärtigen Besuchern des Tierparks soll so gezeigt werden, wie attraktiv Niederfischbach als Einkaufsort mit vielen inhabergeführten Geschäften ist. Denn laut Schreiber lebt der Ort bzw. mancher Laden auch von diesen Kunden.

Dass immer mehr Autos mit SI-; OE-, WW- oder GM-Kennzeichen zu sehen sind, ist längst kein Geheimnis; die enorm positive Entwicklung des Tierparks hat sich über alle Kreis- und Landesgrenzen hinweg herumgesprochen. Peter Merzhäuser erinnerte daran, dass es in Deutschland nur etwa 800 bis 1000 Tierparks und Zoos gebe, von daher sollten sich auch die Niederfischbacher noch einmal bewusst machen, dass man im Dorf durchaus etwas Besonderes habe.

Den Erfolg des Tierparks führt der Geschäftsführer auf die konsequente Umsetzung des Konzepts zurück, sich auf heimische Tierarten und bedrohte Haustierrassen zu konzentrieren. „Die Leute erkennen, dass hier etwas passiert ist“, sagte Merzhäuser und verwies dabei auch auf die Veränderungen hinter den Kulissen. Erstmals würden ausgebildete Zootierpfleger in Niederfischbach beschäftigt, zudem habe man Verträge mit spezialisierten Tierärzten abgeschlossen: „Die gute Vorsorge hat schon zu deutlich gesunkenen Behandlungskosten geführt.“

Doch selbstverständlich bietet der Tierpark auch viel zum Staunen und Erleben: Die Falknerei mit Flugshow ist beispielsweise weit und breit einzigartig. Merzhäuser rechnet daher in diesem Jahr mit 50 000 Besuchern.

Keine Frage: Hätten alle Geschäfte in Niederfischbach ein ähnlich großes Einzugsgebiet wie der Tierpark, überall sähe man nur Erweiterungsarbeiten. Das Thema könnte eines Tages auch bei Merzhäuser auf der Tagesordnung stehen. Inzwischen verfügt man über 10 ha, von denen die meiste Fläche nur zur Futtergewinnung genutzt wird – aber das kann sich schnell ändern.

Die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft freuen sich jedenfalls über ihr „neues“ Aushängeschild. Dank der neuen „Zoocard“ ist man nun noch enger mit dem Tierpark verbunden.

Autor/Quelle/Foto: thor – Siegener Zeitung vom 20.08.2015

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