Offizielle Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes im Otterbachtal

Von am 17. August 2015

Einweihung_Sportplatz_Niederfischbach

„Wir haben es gemeinsam geschafft“ – Besonders den Spendern und ehrenamtlichen Helfern galt der Dank

Wo im Otterbachtal bis vor kurzem quasi nur ein kümmerlicher „Hartplatz“ zu finden war, erstrahlt es nun unübersehbar glänzend grün. Da die Optik bei Belägen für Sportplätze ja dann aber im Endeffekt doch eher zweitrangig ist, muss das Urteil der dribbelnden Akteure her. Und dies fällt für den neuen Kunstrasenplatz der Niederfischbacher Wurth-Arena rundweg positiv aus.

„Die Spieler sind glücklich, das bestätigen viele Rückmeldungen“, berichtete Klaus-Jürgen Griese, Vorsitzender des SV „Adler“ 09, gestern Abend am Rande der Feierlichkeiten zur offiziellen Eröffnung. Ein ganz neues Spielgefühl sei das.

Der Eröffnung am Vorabend der Föschber Kirmes waren viele Jahre vorausgegangen, in denen Vereinsmitglieder, Bürger und Gemeinderatsmitglieder Kreativität und Ausdauer beweisen mussten, um den Traum von der Kunstrasenplatzsanierung wahr zu machen. Wie die Siegener Zeitung mehrfach berichtete, war der erste Antrag auf Förderung im Jahr 2009 gestellt worden. Dem Antrag folgte ein lang andauernder Schriftwechsel zwischen der Ortsgemeinde Niederfischbach und der Verbandsgemeinde Kirchen. Schließlich war endgültig klar: Eine Förderung wird es nicht geben.

Daraufhin bildete sich ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der „Adler“, des TuS „Germania“ Fischbacherhütte und der Ortsgemeinde. Vor zwei Jahren lief die Aktion „Grüner Rasen“ an, mit der Spendengelder akquiriert wurden. Hinzu kamen etwa 100 000 Euro Zuschuss von der Ortsgemeinde, die zudem die Bürgschaft für notwendige Kredite übernahm. So wurden die 260 000 Euro gestemmt, und beim Kunstrasenplatz hieß es: aus alt mach neu.

Ging es bei der Frage der Finanzierung des Projektes zu Beginn auch reichlich holprig los, verlief die eigentliche Sanierung der 17 Jahre alten Anlage umso reibungsloser. Vier Wochen Bauzeit waren angesetzt und wurden – durchaus keine Selbstverständlichkeit – eingehalten. Von Mitte Juni bis Mitte Juli wurde aus dem maroden Kunstrasenplatz ein Schmuckstück. Nebenbei entstand – wie ebenfalls berichtet – noch ein Kleinspielfeld für den sportlichen Nachwuchs. Vom Belag abgesehen, wurde das Kleinspielfeld in Eigenregie mit viel ehrenamtlichen Einsatz realisiert.

Auch bei den Außenanlagen des eigentlichen Platzes legten an die 100 freiwilligen Helfer Hand an, kümmerten sich z. B. um Abriss und Neubau der Umzäunung und um die Pflasterarbeiten.

Und so dankte der „Adler“-Vorsitzende gestern in seiner Rede explizit den zahlreichen Helfern für den geleisteten „Kraftakt“. „Das ist schon eine Nummer“, freute er sich zudem über die 131 Spender, Unternehmen und Privatpersonen, die zur Finanzierung beigetragen hatten. Groß war auch die Zahl der Gäste: Rund 1500 Besucher wohnten der offiziellen Eröffnung bei.

An sie richtete auch Ortsbürgermeister Matthias Otterbach ein Grußwort. Er hob hervor, dass der Arbeitskreis das Sanierungskonzept selbst erarbeitet habe und nicht zuletzt Kreativität, Mitarbeit und finanzielles Engagement aller Beteiligten das Projekt zu einem glücklichen Ende gebracht hätten. „Danke an alle für den verdammt langen Atem“, so Otterbach. „Wir haben es gemeinsam geschafft.“

Lobende Worte für das Projektmanagement fand ebenfalls der Kreisbeigeordnete Klaus Schneider, der in Vertretung von Landrat Michael Lieber erschienen war. Das Projektmanagement sei vorbildlich, er könne da „nur gratulieren“. Außerdem freue er sich besonders über die erfolgreiche Jugendarbeit – trainieren laut Klaus-Jürgen Griese doch jede Woche allein 180 Nachwuchskicker auf dem nun einwandfreien Kunstrasen. Passend zum neuen Belag hatte Schneider als Geschenk ein neues Spielgerät als Einweihungsgeschenk dabei.

Damit wartete auch Wolfgang Hörter vom Fußballkreis Westerwald-Sieg auf. Für den besonderen Moment hatte er einen ganz besonderen Ball ausgesucht: „Der ist genormt, der geht nur beim Gegner ins Tor.“

Gerührt und erfreut zeigte sich gestern der ehemalige Platzwart Ignaz Bender, der dieses Amt bei den „Adlern“ seit 1999 inne hatte. Er erhielt – wie einige Helfer und Unterstützer auch – ein kleines Erinnerungsgeschenk von Klaus-Jürgen Griese.

Nach den Ansprachen und Dankesworten war es dann Zeit, den neuen Platz mit seinem eigentlichen Zweck zu feiern: Die Alten Herren der „Adler“ traten gegen die „Weisweiler-Elf“ von Borussia Mönchengladbach an.

Quelle/Autor: nb - Siegener Zeitung vom 15.08.2015

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