VR-Bank als verlässlicher Finanzpartner gefragt

Von am 10. Juli 2015
Die Ehrung der Jubilare, im Bild die 50-jährigen Mitglieder, bildet jedes Jahr einen Höhepunkt der Generalversammlung der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach.

Die Ehrung der Jubilare, im Bild die 50-jährigen Mitglieder, bildet jedes Jahr einen Höhepunkt der Generalversammlung der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach.

4 % Dividende für die 5.300 Mitglieder/Eigenkapital gestärkt/Nachfolger für Rudolf Sander vorgestellt

Die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG hat am 30.6.2015 mit Ablauf der Generalversammlung auch bilanztechnisch den Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2014 gezogen.

„Wir waren mit dem Geschäftsjahr 2014 zufrieden. Unsere Mitglieder und Kunden blicken nach wie vor optimistisch in die Zukunft. Sie haben angesichts des niedrigen Zinsniveaus mutig in die eigenen vier Wände oder in die eigene Firma investiert.“ Dies betonte Matthias Jung, Vorstandsmitglied der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach auf der gut besuchten Generalversammlung in der Aula des Schulzentrums in Freudenberg.

So führte das positive Konsumklima zu einem Anstieg der Gesamtkredite um 3 Prozent auf 153 Mio. Euro. Dabei erhöhten sich sowohl die bilanzwirksamen Ausleihungen als auch die Kredite, die über die genossenschaftlichen Verbundpartner zur Verfügung gestellt werden. Auf der Suche nach einer Alternative zur klassischen Geldanlage hätten sich viele Kunden und Mitglieder für das sogenannte „Betongold“ entschieden und investierten in Einfamilienhäuser, Grundstücke und Eigentumswohnungen. Die VR-Bank verhalf 85 Mitgliedern zu einer Immobilie für den Eigenbedarf beziehungsweise zur Geldanlage und vermittelte 24 Objekte mit einem Umsatzvolumen von insgesamt 2,7 Millionen Euro. Ein Ende des Booms, so der Vorstand, sei noch nicht absehbar.

Trotz dieser starken Investitionsneigung erhöhten sich auch die Kundeneinlagen incl. der Geldern bei den Verbundpartner um 2,5 Mio. Euro auf insgesamt 195 Mio. Euro. Bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase und die erhöhte Unsicherheit der Sparer angesichts der Euro-Staatsschuldenkrise waren vor allem schnell verfügbare und sichere Anlageformen gefragt. Im Dienstleistungsbereich florierten vor allem das Bauspargeschäft sowie die Geldanlagen in Fonds und Wertpapieren.

Die Bilanzsumme der VR-Bank reduzierte sich aufgrund von Rückführungen von Refinanzierungsdarlehen leicht um rd. 600 TEUR auf 173 Mio. Euro. Die stärkste Ertragssäule der Bank, betonte Jung, sei das zinsabhängige Geschäft. Durch das extrem niedrige Zinsniveau sei jedoch die Spanne zwischen Guthaben- und Kreditzins immer enger geworden. Hierdurch verschlechterte sich für die Bank erwartungsgemäß das Zinsergebnis. Dagegen stiegen die Einnahmen aus dem Provisionsgeschäft, der zweitwichtigsten Ertragsquelle, aufgrund der starken Nachfrage der Kunden nach Alternativprodukten an.

Zum 30-jährigen Vorstandsjubiläum wurde Vorstandsmitglied Rudolf Sander herzlich von seinem Vorstandskollegen Matthias Jung (rechts), seinem zukünftigen Nachfolger im Vorstandsamt Jörg Padtberg (2. v. Links), als auch von dem Generalbevollmächtigten der VR-Bank, Matthias Kühn, gratuliert.

Zum 30-jährigen Vorstandsjubiläum wurde Vorstandsmitglied Rudolf Sander herzlich von seinem Vorstandskollegen Matthias Jung (rechts), seinem zukünftigen Nachfolger im Vorstandsamt Jörg Padtberg (2. v. Links), als auch von dem Generalbevollmächtigten der VR-Bank, Matthias Kühn, gratuliert.

Auch wenn es nicht ganz gelungen sei, die Rückgänge aus dem zinsunabhängigen Geschäft aufzufangen, so der Vorstand, sei die Entwicklung wie auch das Betriebsergebnis mit 1,09% der durchschnittlichen Bilanzsumme zufriedenstellend. Von der guten Entwicklung der Bank profitieren die 5.323 Mitglieder mit einer Dividende von 4,0 Prozent auf die Geschäftsanteile.

Anschließend nahm Vorstandsmitglied Rudolf Sander Stellung zur europäischen Finanzmarktpolitik: „Wir brauchen eine europäische Bankenregulierung, die konsequent den Risikogehalt einer Bank sowie ihre Systemrelevanz berücksichtigt.“

Kritik äußerte der Vorstand auch an den europäischen Plänen zur Finanzierung von Mittelstand, Landwirtschaft und Handwerk: „Statt auf die Kapitalmarktfinanzierung zu setzen, die für die allermeisten Mittelständler viel zu teuer ist, sollte die europäische Politik auf stabile Regionalbankenmodelle wie die deutschen Genossenschaftsbanken bauen.“ Denn die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach sei Teil des Mittelstandes und der Region. Sander stellt sich daher die Frage „Warum nutzt Europa nicht unsere Erfahrung?“.

Anschließend stimmten die Mitglieder dem Jahresabschluss und der Verwendung des Jahresüberschusses zu. Dabei gehen 300 TEUR in die Rücklagen des Genossenschaftsinstituts und 450 TEUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig von der Versammlung entlastet. Bei der Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat wurde das langjährige Aufsichtsratsmitglied Siegfried Görzel in seinem seinem Ehrenamt bestätigt. Dem altersbedingt zum Jahresende 2014 ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied Stefan Imhäuser wurde mit einer Ehrenurkunde gedankt.

Zum Schluss freute sich Versammlungsleiter und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Fischbach Vorstandsmitglied Rudolf Sander zum einem besonderen Jubiläum gratulieren zu können. Zur Jahresmitte 2015 konnte dieser auf eine 30-jährige Vorstandstätigkeit bei der VR-Bank und dem Vorgängerinstitut, der Raiffeisenbank Niederfischbach, zurückblicken und maßgeblich zur heutigen Marktstellung und der guten Entwicklung der Bank beitragen.

Rudolf Sander wird altersbedingt zum 30.12.2015 die Bank verlassen. Sein Nachfolger, Jörg Padtberg, 48 Jahre, wohnhaft in Olpe, freut sich auf die neue Aufgabe und wird bis zur Übernahme des Vorstandsamtes schon direkt als Generalbevollmächtigter bei der VR-Bank einsteigen.

Nach seinem BWL-Studium hat Jörg Padtberg in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Vorstandsmitglied, bei Genossenschaftsbanken gearbeitet.

Quelle: VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG

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