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Bewusstlose Person aus luftiger Höhe abgeseilt

Von am 22. September 2014

Der Löschzug Niederfischbach probte auf dem Gelände der Schreinerei Otterbach – Im Ernstfall wäre alles gut gegangen

Hoch hinaus ging es am Freitag bei der Abschlussübung der Feuerwehr Niederfischbach: Auf dem Gerüst unterhalb der Brücke der Umgehungsstraße L 280 in Niederfischbach lag eine bewusstlose Person (Puppe). Durch einen Brand in der Halle der Schreinerei Otterbach hatte die Person zu viel Rauch eingeatmet.

Außerdem wurden in dem verrauchten Gebäude drei Personen vermisst, so das Szenario, das sich Andreas Pfeil und Florian Jendrock ausgedacht hatten. Kurz darauf trafen die vier Fahrzeuge des Löschzuges Niederfischbach auf dem Gelände der Schreinerei in der Konrad-Adenauer-Straße ein. Und auch der DRK-Ortsverein wurde mit alarmiert.

Unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Maik Hadem wurde das Gebäude zuerst von beiden Seiten bewässert. Gleichzeitig ging eine Gruppe mit Atemschutzmasken in das Gebäude, um die Verletzten zu bergen. „Das ist gar nicht so einfach, weil es sich um ein tiefes Gebäude mit Hindernissen handelt“, erklärt der Wehrleiter der VG Kirchen, Christian Baldus. „Die Teilnehmer mussten sich erst einmal einen Weg in dem vernebelten Gebäude vorbei an Gegenständen und dergleichen suchen.“ Die Verletzten wurden daraufhin unter der Leitung von Stefan Löhr-Schneider von den zehn Teilnehmern des DRK-Ortsvereins umgehend versorgt. Währenddessen kümmerte sich eine andere Gruppe um die bewusstlose Person auf dem Gerüst. Zuerst mussten die Materialien für die Bergung hochgezogen werden. Dann wurde die Puppe mit einem Geschirr fixiert und zu Boden gelassen.

Dieses Mal schauten die Feuerwehren der VG Kirchen, Freudenberg, Friesenhagen, Niederndorf, Harbach und Wehbach nur zu. Im Ernstfall hätte der Löschzug Niederfischbach aber Unterstützung bekommen. „Für einen Löschzug alleine wäre es im Ernstfall schwierig geworden“, so Wehrleiter Baldus. „Da wäre man schon an seine Grenzen gestoßen.“ Die 25 Teilnehmer mussten in der knapp 45-minütigen Übung die Verletzten retten, verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet, und gleichzeitig den Verkehr regeln. Baldus zeigte sich aber zufrieden mit dem Ergebnis. Insgesamt habe alles gut funktioniert. Dem stimmte auch Wehrführer Ulrich Pfeil zu. „Es war eine gute Übung. Ich bin zufrieden“, so Pfeil und fügte noch hinzu, dass es im Ernstfall aber zügiger gegangen wäre. „Wir haben extra etwas langsamer gemacht, da es ja nur eine Schauübung war.“ Etliche Zuschauer waren gekommen, um sich die Übung anzusehen. Darunter auch der Erste Beigeordnete der VG Kirchen, Rainer Kipping, und Niederfischbachs Ortsbürgermeister Matthias Otterbach. Für einen Kameraden war das allerdings die letzte Übung. Der 63-jährige Norbert Hof wurde nach 25 Dienstjahren im Anschluss feierlich verabschiedet.

Autor/Quelle: Verena Hallermann RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 22. September 2014, Seite 14

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