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Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Von am 9. September 2014

Erlös des gut besuchten Tierpark-Kinderfests soll in den Umbau der zentralen Teiche investiert werden

Der Andrang war schon am Morgen groß, als der Tierpark zum traditionellen Kinderfest seine Pforten öffnete und die Familien mit ihren Kindern die Einrichtung im Kesselbachtal besuchten. Alles war am Sonntag auf die jüngsten Besucher ausgelegt. Beim Kinderschminken beispielsweise standen die Mädchen und Jungen schon zu Beginn an, um sich das Gesicht fantasievoll bemalen zu lassen.

Bei der „Bognerey“ konnten die Treffsicherheit getestet werden, und am Stand des Ordens der deutschen Falkoniere durften sich die Kinder einen Lederhandschuh überziehen und einen der Greifvögel auf den Arm setzen lassen. Auch die siebenjährige Cindy Lea nutzte diese nicht alltägliche Gelegenheit. Im Beisein von Falkner Andreas Wagner hielt sie den Wüstenbussard „Amy“. Die Ordensvertreter hatten neben einem weiteren Wüstenbussard noch einen Waldkauz dabei.

Die Kinder kamen nicht nur den Greifvögeln nahe: Auch beim Füttern von Ziegen, Eseln und den weiteren Bewohnern des Parks hatten die Kinder ihre Freude. Nicht jedes Tier kam gleich so stürmisch auf die Extraportion Futter zugerannt wie die Schafe. Bei manchen Tieren musste man schon genau hinschauen, wo es sich aufhielt, etwa bei den Waschbären. Aber in einem der schweren Holzfässer in einem Baum ließ sich eines der putzigen Tiere ausmachen.

Die neuesten Bewohner, die im selben Gehege zuhause sind, nämlich die Otter, dürfte dagegen wohl kaum jemand zu Gesicht bekommen haben. Aber es gab auch so genügend zu entdecken, bei Lama, Gibbon, Schwan, Ente und vielem mehr. Der Erlös des Kinderfestes ist für den Umbau der zwei Teiche im Zentrum des Parks, unterhalb des Ottergeheges, vorgesehen, wie Geschäftsführer Peter Merzhäuser berichtete und damit die nächste Baustelle benannte.

Voraussichtlich Ende Oktober, wenn der Besucherstrom etwas nachlässt, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Nach den Umbauarbeiten werden auf dem neu gestalteten Areal die zwei Marderhunde und einige Nutrias, die erst noch ins Kesselbachtal kommen werden, leben. Über den Fortgang der Arbeiten können sich die Besucher immer selbst informieren – denn der Verein hat die Einrichtung bekanntlich das ganze Jahr durchgehend geöffnet.

Beim Kinderfest am Sonntag waren auch ungewohnte Klänge zu hören: Die Giebelwälder Dudelsäcke spielten – unter anderem ein Geburtstagslied für die stellv. Vorsitzende Birgit Hausherr. Auch der Musikverein Niederfischbach musizierte bei der Traditionsveranstaltung.

Neu war diesmal „Abbas Otter-Burger“, von Hans Zöller aus Freusburg gestiftet, der allen schmeckte. Die Vereinsmitglieder Viktor Fieber und Wolfgang Scholz brutzelten Würstchen. Robin Rosenthal bereicherte das Fest mit seiner Kettensägenkunst. Bei einer Tombola lockten über 1000 Preise, teils von Firmen gespendet – vom Fahrrad bis zum Bobbycar. Auch die Jugendgruppe brachte sich mit Schokokuss-Wurfmaschine, Glücksrad und am Waffeleisen ein. Zauberer Martin Pabel sorgte für Illusion, Svenja Schneider knetete Luftballons.

Das Allzeithoch beim Kinderfest seien 1350 Besucher, teilte Merzhäuser mit und hoffte, dass man diesmal vielleicht sogar die 1500er-Marke knacken könnte, denn: „Das würde sich als ein schönes Signal in die positive Entwicklung der Besucherzahlen einfügen.“

 

Quelle/Foto: Siegener Zeitung

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