„Celtic Glasvoll“ lag vorn

Von am 25. August 2014

Erster Germanen-Fünfkampf ein Erfolg – Sieger bekommen ein Ritteressen

„Jede Anstrengung wird gnadenlos belohnt“, versprachen Bernd Becker und Dirk Kober.

Mit Hörnerhelm auf dem Kopf und im Fell- und Jutekostüm rotteten sich am Samstagmittag zwölf Stämme der Germanen auf dem Marktplatz in Niederfischbach zusammen. Dann marschierte die lustige Schar über den Gehweg der Konrad-Adenauer-Straße. Das Ziel der Völker mit Namen wie „Celtic Glasvoll“ und „Alte Kracher“ war der Bürgerpark, wo sie beim ersten Föschber Germanen-Fünfkampf antraten. Bei ebenso urigen wie lustigen Disziplinen maßen sich die Teams der Ortsvereine, beispielsweise vom Musikverein und der Feuerwehr – Spiel, Spaß und Spannung waren garantiert. Um es vorwegzunehmen: Die Premiere des lustigen Wettstreits, eine Art Spiel ohne Grenzen, war für die ausrichtenden Ortsvereine ein großer Erfolg. Den Hintergrund erläuterten Vertreter des Organisationsteam, das aus Wolfgang Neuhoff, Dirk Kober (beide TuS), Jürgen Hebel (Feuerwehr), Bernd Becker (SPD) und Wolfgang Mertens (Musikverein) bestand. Die Grundidee ist, die Gemeinschaft der Ortsvereine weiter zu fördern und zu pflegen. Anfang des Jahres gab es dazu ein erstes Treffen der Ortsvereine, weitere folgten. Dabei kam unter anderem die Idee für den Germanen-Fünfkampf auf. Der Bürgerpark bot die ideale Kulisse: Nachdem jedes Team seinen Stammesfürst gewählt hatte, riefen Bernd Becker und Dirk Kober in ihrer unterhaltsamen Moderation auf: „Ihr Stammesfürsten aller Völker – versammelt euch.“ Sie motivierten: „Jede Anstrengung wird gnadenlos belohnt.“ Für den Turniersieger lockte ein Ritteressen auf einer Burg. Eine Disziplin war der Keulenweitwurf, bei dem mit aus Holzstämmen geschnitzten Keulen Punkte gesammelt wurden. Auf der „Seebühne“ war die Stimme der jeweils fünf Teamspieler gefordert – wobei am Ende die Damenmannschaft „Keulenschwinger“ des TV 66 mit 100,2 Dezibel am lautesten geschrieen hatte. Die im Schottenrock kostümierte Truppe „Celtic Glasvoll“ (SV Adler 09) hatten beim Wasserschleppen die Nase vorne. Mit Tüchern musste Wasser über eine Strecke von 50 Metern „transportiert“ werden – und die Highlander hatten schließlich 8,3 Liter aus den Tüchern gewrungen. Jedes Team musste seinen Stammesfürsten auf zwei Metallstangen tragen und dabei eine Acht zwischen zwei Bäumen laufen. Die Völkerchefs gaben dabei nicht immer eine fürstliche Figur ab, sondern hielten sich krampfhaft an den Stangen fest. Auch die „TuS-Germanen der 3. Horde“ meisterten die Aufgabe, während Fürst Frank Breitkreutz sich mühte, nicht von den Stangen zu rutschen.

Als letzte Disziplin stand das Sackschlagen an. Auf einem schmalen Balken stehend, mussten jeweils zwei Spieler versuchen, den anderen mit einem Sack aus der Balance zu bringen. „Das machen wir nächstes Jahr über einem Wassergraben mit Alligatoren“, scherzte das Moderatorenduo. Eine hohe Standfestigkeit bewies beim Sackschlagen das Team „Hau drupp“ vom Taekwon-Do-Center und gewann die Disziplin.

Als Turniersieger wurde letztlich „Celtic Glasvoll“ gekürt. Dahinter platzierte sich für die Pfadfinder das „Montageteam Dumm und Dümmer“, Dritter wurde „Hau drupp“. Auch von einem heftigen Regenschauer am Nachmittag ließ sich niemand die Laune vermiesen. Danach ging der Germanen-Fünfkampf unter freiem Himmel weiter, pünktlich zur Siegerehrung goss es dann noch einmal wie aus Eimern.

Bei den Kindern – hier gab es Kinogutscheine zu gewinnen – gewannen die „Keulis“ (TV 66) knapp vor „Die Sippe der Sippe“ (KSC). Für das schönste Kostüm wurden das Damenteam „Keulenschwinger“ prämiert. Die Süßspeise „Funnel Cakes“ aus ihrer amerikanischen Heimat hatte Amanda Ford von der Schützenbruderschaft gebacken, und der Gartenbauverein betreute die Grillstation. Der Erlös des Germanen-Fünfkampfs ist für den grünen Rasen auf dem Sportplatz bestimmt. Die Feuerwehr hatte als Unterhaltung für die Kinder Zielspritzen angeboten.

Der lustige Wettbewerb kam bei allen Beteiligten gut an. Für eine zweite Auflage hofft man auf noch mehr Teams, die ruhig auch von außerhalb kommen dürfen, hieß es am Ende.

 

Quelle: Siegener Zeitung vom 25.08.2014

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