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Grundschüler in Niederfischbach lernten die WM-Länder kennen

Von am 30. Juni 2014

Fest: Projekttage der Ketteler-Grundschule beschäftigten sich mit der Fußball-WM

An einer Klassentür der Ketteler-Grundschule in Niederfischbach hängen viele Ländermerkmale und Persönlichkeiten Schwedens: Bilder vom frechen Michel aus Lönneberga und der abenteuerlustigen Pippi Langstrumpf sowie Helme und Schilder der Wikinger. Auch wenn vergangene Woche Mitsommer in Schweden gefeiert wurde, hat die Gestaltung dieser Tür wenig mit dem Nationalfest der Schweden zu tun. Es waren die Projekttage an der kinderstärksten Grundschule der VG Kirchen, die jetzt die Türen und Räume der Schule bunter werden ließen.

Das Basteln von Elefanten-, Löwen- und Zebramasken stand auf dem Plan der Projektgruppe Afrika. Foto: Sabrina Rödder

An drei Tagen begaben sich die Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier auf eine „Reise um die Welt“ und lernten dabei Kontinente und Länder der Erde kennen. „Die Jungen und Mädchen entdecken an den Projekttagen, die alle zwei Jahre stattfinden, viel Neues“, betonte Schulleiter Klaus-Werner Mays. „Auch Dinge, die sie im Unterricht so nicht erleben würden. Es findet eine ganz andere Art des Lernens statt, bei der Klassen übergreifend viel intensiver auf ein Thema eingegangen werden kann.“ So gehörte etwa das Basteln von Elefanten-, Löwen- und Zebramasken, das Malen von Mangas aus Japan oder das Erlernen chinesischer Schriftzeichen zu den Projekten. Die „Italiener“ backten Pizza, die „Franzosen“ Crêpes, und die „Chinesen“ versuchten sich beim Essen mit Stäbchen. Jeder der „Griechen“ warf sich in eine selbst geschneiderte Toga und bereiste das alte Griechenland. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft wurden Fußbälle gebastelt. Aber nicht wie gewohnt aus Leder oder Stoff, sondern aus Müll – so wie es in den Favelas, den Armenvierteln Brasiliens, üblich ist. „Hier sehen die Kinder, dass Sport nicht nur aus Adidas und Puma besteht“, sagte Mays.

Zwei Wochen zuvor konnten die 145 Kinder einen ersten Eindruck der zehn verschiedenen Projektgruppen gewinnen. An Plakatwänden wurden die einzelnen Länder vorgestellt, von denen jeder Schüler jeweils drei auswählen konnte, um sich so seine Projekttage nach Belieben selbst zu gestalten.

„Die Kinder sollten eine möglichst große Vielfalt geboten bekommen“, erklärte Konrektorin Frauke Engelkes. „So konnten sie viel Neues erforschen und erlernen.“ Toll sei gewesen, dass nicht nur Lehrer die Projekte leiteten. Es erklärten sich auch zwei Eltern bereit, bei der Organisation und Leitung zu helfen.

Ein Schulfest mit Tänzen, Aufführungen und der Vorstellung der Ergebnisse rundete am Samstag die Projekttage ab. Dazu brachte auch die Grundschule der Außenstelle Wehbach die Arbeiten ihrer Projekttage mit.

 

Quelle/Autor:
Sabrina Rödder
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 30. Juni 2014, Seite 28

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