Niederfischbach schlägt Mündersbach im Endspiel der A- und B-Ligisten mit 3:0

Von am 2. Juni 2014

Wer in der Rückserie nur ein einziges Spiel verliert, hat sich einen Titel verdient: Der A-/B-Kreispokal findet in der Vitrine des SV Niederfischbach für ein Jahr seine neue Heimat. Fotos: Weiss / Rhein-Zeitung

Lohn für eine starke Rückrunde

Kreispokal

Langenbach. Ein Titel als Belohnung für eine starke Halbserie ist im Fußball nicht ausgeschrieben. Der Kreispokalsieg des SV Niederfischbach geht jedoch stark in diese Richtung. Als Ergebnis einer fast makellosen Bilanz im bisherigen Fußballjahr 2014 hat der „Pott“ des Kreises Westerwald/Sieg mit dem SVN einen hochverdienten Besitzer gefunden. Im Endspiel am Samstagnachmittag auf dem Langenbacher Kunstrasenplatz setzten sich die Schwarz-Weißen mit 3:0 (0:0) gegen die SG Mündersbach/Roßbach durch.

Das Spiel zwischen zwei Mannschaften, die die abgelaufene Saison in der A-Klasse als direkte Tabellennachbarn abschlossen, nahm den erwartet knappen Verlauf. Das Ergebnis deutet nicht unbedingt darauf hin, allerdings fielen zwei der drei Tore erst in der Schlussphase. „Der Sieg ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen“, erkannte auch Niederfischbachs Spielertrainer Andree Richstein. Mündersbachs Trainer Helmut Meuer sah in der Partie ein Spiegelbild der Saison: „Die Mannschaft hat im Laufe der ganzen Runde einfach zu wenig trainiert. Dafür haben wir die Strafe erhalten. Weil die Kraft fehlte, waren wir am Ende nicht mehr da. Aber nicht nur deshalb hat Niederfischbach verdient gewonnen. Sie haben gespielt, was sie können.“

Beide Mannschaften egalisierten sich in der ersten Halbzeit größtenteils im Mittelfeld, sodass die 220 Zuschauer nur wenige Torchancen zu sehen bekamen. Die beste ging aufs Konto der „Adler“, als Julius Otterbach den Ball zu Daniel Krämer spielte, dieser flankte und Mündersbachs Andreas Fromholz das Spielgerät ans eigene Lattenkreuz abfälschte. Nicht nur diese Aktion sorgte gegen Mitte der ersten Halbzeit für Aufregung: Ralf Schmallenbach bremste einen angreifenden Mündersbacher im allerletzten Moment. Die Meinungen gingen auseinander, ob Schmallenbach in dieser Situation der „letzte Mann“ war oder nicht. Das Schiedsrichtergespann um Pascal Lichtenthäler entschied sich für das mildere Strafmaß und zeigte Gelb. „Ich würde niemals eine Rote Karte fordern, aber ich glaube, man hätte eine geben können“, kommentierte Helmut Meuer diese Situation, in der er allerdings auch „keine spielentscheidende Situation“ sah.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff schob Michael Leis, in Szene gesetzt von Daniel Krämer, ins lange Eck ein. Auch wenn die Mündersbacher kräftemäßig auf der letzten Rille zu fahren schienen, hofften sie immer noch auf eine Wende. „Eine 1:0-Führung ist natürlich noch nicht beruhigend“, betonte Andree Richstein, dass seine Elf bis zur letzten Minuten hellwach bleiben musste. Sie blieb es und ließ hinten nichts mehr anbrennen. Endgültig sicher fühlen durfte sich der SVN erst, als der eingewechselte Raphael Otterbach in der 86. Minute nach Jan Schmidts Vorarbeit Mündersbachs Torhüter Suhail Djemili ausspielte und auf 2:0 erhöhte. Michael Leis setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.



Quelle: Weiss - RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 2. Juni 2014, Seite 15

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.