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Im Eicherhof gibt’s Platz für Häuslebauer

Von am 17. Mai 2014

Im Bereich Eicherhof in Niederfischbach sind laut Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde neue Bauplätze geplant.

CDU und FDP ändern Flächennutzungsplan in Niederfischbach

Bei der jüngsten Sitzung des Kirchener VG-Rats ging es in der Diskussion um die Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) der Verbandsgemeinde auch um den Niederfischbacher Ortsteil Eicherhof. Hier wandten sich SPD und Grüne gegen die Ausweisung eines Landstücks als Wohnbaufläche, weil sie eine Zersiedelung befürchten und weil man zunächst die Freiflächen innerhalb des Dorfes bebauen sollte. Bürgermeister Jens Stötzel machte darauf aufmerksam, dass derlei Freiflächen durch die sinkenden Bevölkerungszahlen im Sog des demografischen Wandels nicht weniger würden. Doch die Mehrheit von CDU und FDP ließ weder Stötzels Bedenken gelten noch die, die von Kreisnaturschutzbehörde, BUND und der örtlichen Interessengemeinschaft Eicherhof im Vorfeld geäußert worden waren.

Kurt Möller (Grüne) warnte davor, „kilometerlange Leitungen an leer stehenden Häusern“ vorbeizuverlegen ins angedachte Wohngebiet und wies auf die hohen Kosten einer Erschließung hin, die der Steuerzahler berappen müsse. Niederfischbachs Ortsbürgermeister Matthias Otterbach entgegnete, aus dem Planwerk seien bereits vier Hektar Föschber Fläche herausgenommen worden – gerade mal 0,7 seien mit der betreffenden Fläche übrig geblieben. der Aufwand einer Erschließung sei auch gar nicht so hoch und in den nächsten fünf Jahren mit keiner Bebauung zu rechnen, da es noch Platz im Baugebiet „Auf der Hardt“ gebe. Zudem sei es für ihn und den Ortsgemeinderat selbstverständlich, zuerst die Lücken im Ort zu nutzen.

CDU-Sprecher Georg Seidenfuß meinte in Richtung SPD und Grüne, man solle die Beschlüsse der Ortsgemeinden respektieren – hier sehe Niederfischbach eben Bedarf für seine Zukunftsplanung. Zudem handle es sich doch „erst mal nur um einen Plan, aus dem vielleicht mal ein Weg entstehen kann.“ Zugleich bezweifelte er auch, dass die Prognosen zum demografischen Wandel überall tatsächlich so eintreffen wie vorausgesagt. Man müsse „auch mal optimistisch in die Zukunft schauen“. Und: „Man sollte nicht immer mit dem Damoklesschwert des demografischen Wandels drohen, um gute Zukunftspläne nicht von vorn herein zu vereiteln.“

Hierfür hatte SPD-Fraktionssprecher Michael Weller kein Verständnis. Der Wandel, sagte er, sei längst in Gang: „Da nützt es nichts zu sagen, ,Schau’n wir mal‘ oder ,Das wird schon‘.“ Alfred Köhler (Grüne) warnte ebenfalls davor, die Demografie herunterzuspielen. Man dürfe die Generationen nicht auseinanderdriften lassen, „und mit einem solchen Neubaugebiet am Ortsrand tut man das“. Peter Seel

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 17. Mai 2014

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