Aktuell

Schottersäckchen und Plüschtiere für die Otter

Von am 30. April 2014

Haben eine originelle Verkaufsidee zugunsten des neuen Waschbären- und Ottergeheges im Tierpark Niederfischbach (von links): Zahnarzt Dr. Clemens Otterbach, seine Frau Karin, Gerd Braas von der Niederfischbacher Medienagentur nfb – network for business GbR und Peter Merzhäuser vom Tierparkverein verkaufen am Sonntag beim Brunnenfest Schottersäckchen und Plüschotter, um das im Bau befindliche Areal zu finanzieren.

Gerd Braas und Zahnarztpaar Otterbach helfen Tierpark Niederfischbach mit toller Verkaufsidee beim Brunnenfest

Längst laufen die Umbauarbeiten im Tierpark Niederfischbach auf Hochtouren, damit schon ab diesen Sommer im Zentrum des Areals die gemischte Anlage für Fischotter und Waschbären als neue Hauptattraktion noch mehr Gäste herbeilockt. Doch die Anlage kostet um die 50 000 Euro, weswegen der Tierparkverein schon vor Monaten die Losung „Ohne Schotter keine Otter“ ausgegeben hat, um Spenden zu sammeln. Dasselbe Motto haben nun Gerd Braas von der Niederfischbacher Medienagentur nfb – network for business GbR und Clemens Otterbach, seines Zeichens Niederfischbacher Zahnarzt, mit seiner Frau Karin aufgegriffen, um den Tierpark beim Bau des Ottergeheges zu unterstützen.

Ihnen kam die tolle Idee, kleine Leinensäckchen, die mit Schotter gefüllt sind, sowie flauschige Plüschotter am kommenden Sonntag, 4. Mai, beim Brunnenfest in Niederfischbach zu verkaufen. Doch das ist noch nicht alles: „Der Gag an der Aktion ist“, erzählt Braas im RZ-Gespräch, „dass auch jede Menge ‚Namensschwestern‘ der Otter mitmachen: verschiedene Familien mit dem Namen Otterbach aus Niederfischbach und ihre Verwandtschaft aus dem ganzen Rheinland.“ Sie alle tun sich zu einer Geldsammelaktion für das Tierparkprojekt zusammen, unter ihnen auch Ortsbürgermeister Matthias Otterbach oder Dr. Wolfgang Otterbach vom Medizinischen Dienst. Was natürlich nicht heißt, dass Helfer mit anderen Familiennamen nicht auch mittun dürften: Etwa Frank Hammer, der Inhaber des Gewürz- und Teeladens „Fein und Würzig“ im Ortsbereich Hüttseifen.

Peter Merzhäuser, der Geschäftsführer des Tierparkvereins, und sein Team freuen sich über die Aktion mit dem Schotter und den Stofftieren. Merzhäuser steht zurzeit mit einem Tierpark in Anröchte in Kontakt und hofft auf eine baldige Zusage, zwei oder drei Jungotter, also halb-erwachsene Tiere, zu bekommen. Im Juni oder Juli sollen die putzigen Gesellen dann in das neue Areal im Kesselbachtal einziehen – und dürften, wie ihre Artgenossen in zahlreichen anderen Parks, bald zu den Lieblingen auch im Föschber Tierpark werden.

Die Fertigstellung des kombinierten Otter- und Waschbärengeheges befindet sich in den letzten Zügen. „Das alte, viel zu enge Waschbärenhaus wird in den nächsten Tagen von den Arbeitern des Ökoprojekts des Caritasverbands Betzdorf abgerissen“, erzählt Merzhäuser. „Dann können wir endlich den restlichen Teil des Zauns um das Gehege anbringen, die letzte Erde verteilen und Grassamen aussäen.“ Die beiden bisher in den Käfigen lebenden Waschbären werden in dieser Zeit in einem Teil des Affenhauses zwischenstationiert, und dürfen dann Anfang Mai – noch vor den Ottern – in ihr neues Zuhause einziehen.

Wenn dann im Sommer wenig später auch die Otter in dem Gehege freigelassen werden, haben alle Leute, die bis dahin eines der Schottersäckchen gekauft haben, freien Eintritt in den Tierpark. „Die Besucher haben die Möglichkeit, den besonderen Moment zu erleben, wenn die Fischotter zum ersten Mal ihre Runden im neuen Areal drehen“, erklärt Braas. „Der Kies wird dann symbolisch ins Ottergehege gekippt.“

Merzhäuser freut sich über die vielen Leute, die dem Tierpark im Kesselbachtal – das übrigens direkt neben dem Otterbachtal liegt… – auf diese ebenso originelle wie Erfolg versprechende Art und Weise helfen. „Nicht nur an der guten Laune der Tierpfleger spürt man, dass es richtig gut voran geht“, sagt er, „auch das alte, manchmal negative Image des Tierparks verschwindet mehr und mehr – und die Besucherzahlen steigen.“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 30. April 2014

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.