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Karin Löcherbach ist die neue Schützenkaiserin

Von am 14. April 2014

Vor dem Kaiserschießen des Bezirksverbandes Marienstatt in Birken-Honigsessen stellten sich die Bewerber zu einem gemeinsamen Foto

Zum ersten Mal errang eine Frau den begehrten Titel – Perfekte Veranstaltung bei fast sommerlichen Temperaturen

Sie können auf eine lange Tradition zurückblicken: Seit 1965 ermitteln die sechs Bruderschaften im Bezirk Marienstatt ihren Schützenkaiser. In diesem Jahr war die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft in Birken-Honigsessen der Ausrichter des Kaiserschießens, zu dem Bezirksbundesmeister Jörg Gehrmann bis zu 60 Bewerber erwartete. Nahezu drei Stunden dauerte das Kaiserschießen, bei dem die Teilnehmer offen auf einen Holzvogel schossen.

Die überwiegend männlichen Anwärter für den Titel des Schützenkaisers in der Bezirksbruderschaft waren sehr überrascht, dass es diesmal eine Frau war, die den begehrten Titel errang. Karin Löcherbach aus Niederfischbach war die Glückliche: Sie war 2012 Schützenkönigin bei der Schützenbruderschaft von 1870 Niederfischbach. Beim Kaiserschießen holte sie mit dem 253. Schuss den Kaiservogel von der Stange. Schießmeister Siegfried Storbeck hatte in Birken-Honigsessen alle Hände voll zu tun, denn dem Kaiserschießen war das Königsschießen der historischen deutschen Schützenbruderschaften im Bezirk Marienstatt vorausgegangen, und jede der sechs Bruderschaften mit ihrem jeweiligen Schützenkönig, Jungschützenkönig, Schülerprinz und Bambini-Prinz war daran beteiligt.

Bei fast sommerlichem Wetter und einer vorbildlichen Organisation durch die Birkener Schützen wurde das Kaiser- und Königsschießen zu einer zünftigen Veranstaltung. Die Ergebnisse des Königsschießen werden streng geheim gehalten und erst am 10. Mai beim Bezirkskaiserball, ebenfalls bei der St. Hubertus-Schützenbruderschaft in Birken-Honigsessen, bekannt gegeben. Dann wird auch Karin Löcherbach, die achte Schützenkaiserin und erste Frau in der nahezu 50-jährigen Tradition des Bezirkskaiserschießens, im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Ereignisses stehen.

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 14. April 2014

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