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Am Donnerstag ist in Föschbe Herz-Jesu-Freitag

Von am 20. Februar 2014

„Rund ums Pfarrzentrum“ lautete das Motto beim närrischen Frauenkaffee der katholischen Frauengemeinschaft Niederfischbach, bei dem die Theaterfrauen eine Sonntagmorgen-Gymnastik präsentierten – mit Übungen, die für den Gottesdienst fit machen.Foto: Eva-Maria Stettner

Karneval

Der närrische Frauenkaffee in Niederfischbach beschäftigte sich diesmal mit Nachrichten rund um die Kirche

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Pastor fällt nächste Woche in Niederfischbach aus. Drum hat er dem Küster genaue Anweisungen gegeben, die Gemeindemitglieder über den Wochenablauf zu informieren. Aber der Küster wirft alles durcheinander: er kündigt für Mittwoch – den Namenstag der Heiligen Petrus und Paulus – die Trauung von Peter und Paul an, für Donnerstag den Herz-Jesu-Freitag und für Sonntag die Kollekte durch den Heiligen Vater, dessen Handtasche schon in der Sakristei am Haken hänge.

Diese und ähnliche kirchliche Nachrichten sorgten am Dienstag und Mittwoch bei 300 Frauen in Föschbe für großen Spaß. „Rund ums Pfarrzentrum“ lautete diesmal das Motto beim närrischen Frauenkaffee, zu dem wieder die katholische Frauengemeinschaft (kfd) eingeladen hatte.

Die Moderatorinnen Maria Löhr und Helga Rudolf brachten die Gäste im Pfarrsaal gleich zu Beginn in Schwung und stimmten gemeinsam mit den Haus- und Hofmusikanten Erhard und Johannes den auf die närrischen Föschberinnen ungemünzten Alpenrebellen-Hit „Rock me“ an. Dann joggten die Theaterfrauen zur Bühne und hielten ihre Sonntagmorgen-Gymnastik ab – mit Übungen, die todsicher für den anschließenden Gottesdienst fit machen: sich vorbeugen, wie um den Pastor zu begrüßen, leise gehen für den Fall, dass man zu spät in die Messe kommt, den Kollektenkorb greifen, Hand zur Spende öffnen, den Korb weiterreichen und den Friedensgruß erbieten. Diesen Appell richtete die Gymnastikgruppe noch ans Publikum: „Zu unseren wöchentlichen Übungen ist jeder willkommen!“

Die Stimmung stieg prächtig weiter, mit vielen lustigen Sketchen. Ein paar Beispiele: Weil beim Kirchgang so viele müssen, gibt’s jetzt ein computergesteuertes Klohäuschen mit Toilettenfrau. Die lässt aber keinen ohne Codewort rein. Ihr Check dauert so lange, dass sich jeder in die Hose macht, doch geschäftstüchtig bietet sie prompt auch neue Klamotten an. Noch eine Kostprobe gefällig? Also gut: Der Beichtstuhl ist abgeschafft, denn nun wird alles über Computer gebeichtet. Die Telefonseelsorge modernisierte sich auch: Sie ruft jetzt nachts einfach jemanden an und unterstellt ihm Probleme.

Finales Glanzlicht war die Schwarzlichtdarbietung aller Aktiven in weißen Zylindern, weißen Handschuhen, weißen Schlüpfern und weißen Fliegen – zum Lied „Lass doch nur den Hut auf“. Striptease inklusive. Föschbe hauruck!

Autor/Quelle:
Eva-Maria Stettner
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 20. Februar 2014, Seite 20

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