RTL 2 beschert Föschber Familie Zuhause im Glück

Von am 13. Februar 2014

Glück auf – in der Niederfischbacher Straße dieses Namens hat das RTL 2-Team eine Woche lang das Haus der Familie Christ renoviert. Foto: Peter Seel

Seit einer Woche wird das Haus der Familie Christ von TV-Handwerkern umgebaut

Das schwere Schicksal einer Familie hat ein Fernsehteam des Senders RTL 2 nach Niederfischbach geführt. Dort wird seit Donnerstag vergangener Woche für die Serie „Zuhause im Glück“ das Heim von Alexander und Sindy Christ von oben bis unten renoviert und neu gestaltet. Das Ehepaar mit seinen sechs und neun Jahre alten Kindern sowie mit Opa Heinz wurde für die eine Woche der Umbauarbeiten in einem Siegener Hotel untergebracht – alles auf Kosten des Senders. Heute Nachmittag um 15 Uhr kehren die Christs erstmals zurück in ihre neuen vier Wände. Die Überraschung, die sie dort erwartet, wird der Höhepunkt des 159. Einsatzes der Doku-Soup sein. Ab diesem Augenblick dürfte ihnen der Name der Föschber Straße, in die sie vor zehn Jahren gezogen sind, wie ein Wink der Fügung erscheinen: Die Christs wohnen in der Glück-auf-Straße…

Menschen, die Hilfe suchen, können entweder durch Freunde an die Sendung empfohlen werden oder sich selbst bewerben. Letzteres tat Vater Alexander, als er vor Sorgen nicht mehr ein noch aus wusste: Nachdem die Familie, die damals aus dem Raum Siegen kam, das Haus am „Schulwäldchen“ gekauft hatte, war Alexanders Vater schwer erkrankt. Nachbarn zufolge geriet der Sohn auch in berufliche und somit finanzielle Probleme. Der Anbau, den er errichten wollte, wurde nicht fertig. Seine Frau ist mit dem dritten Kind schwanger.

Da Alexander Christ bei den Alten Herren des örtlichen Fußballvereins SV Adler und sein Söhnchen Jonas dort bei den Bambini mitkickt, bat er den SV-Vorsitzenden Klaus-Jürgen Griese um Unterstützung. „Er rief an und sagte, er brauche eine Halle für einen Grillabend, zu dem er und seine Familie das ganze Team der Sendung einladen wollte“, erzählt Griese im RZ-Gespräch, „natürlich haben wir sofort Ja gesagt. Ich finde es ganz toll, dass es so eine Sendung gibt, die Menschen in Not hilft.“ Im Vereinsheim Adlerhorst am Sportplatz ging die Feier am vergangenen Freitag über die Bühne: Während drin die zwölf Handwerker von „Zuhause im Glück“ und das achtköpfige Aufnahmeteam mit den Christs, Griese und einigen Freunden einen gemütlichen Begrüßungs- und Kennenlernabend feierten, spielte draußen der Musikverein 1879 Niederfischbach unter Andreas Glöckner.

Genau eine Woche Zeit hatte das Handwerkerteam um Bauleiter Wolfgang Hesemann und Innenarchitektin Eva Brenner – die Moderatorin stammt übrigens aus Elkhausen –, um das Haus umzugestalten: Maurer, Schreiner, Elektriker, Maler, Installateure waren im Auftrag der Produktionsfirma UFA-Show-&-Factual im Einsatz. Dass dabei nicht geschwindelt wird, bestätigt der Ex-Bundesligaschiedsrichter Griese: „Alles ist alles echt. Dazu kommt, dass die ganze Gruppe, die seit zehn Jahren zusammenarbeitet, trotz des Zeitdrucks absolut harmonisch miteinander umgeht. Die sind alle richtig nett.“ Das bestätigt sich auch beim RZ-Gespräch mit Aufnahmeleiter Knut Böttcher, der gern Auskunft gibt, aber freundlich erklärt, dass er bis zur Ausstrahlung der Föschber Folge keine Details verraten dürfe. Indes erzählt SV-Adler-Chef Griese dass er den Christs gerne geholfen habe: „Wenn das RTL-Team einen Raum für ein provisorisches Studio brauchte oder einen Blumenladen oder eine Änderungsschneiderei – dann haben die mich angerufen und ich hab mich drum gekümmert.“

Gestern standen rund ums Haus und an der Straße noch etliche Container für die Handwerker und zur Verpflegung des TV-Teams. Möbel wurden ins Haus getragen, Bauschutt abtransportiert. Das Kamerateam filmte die Arbeiten. Heute wird die Familie heimgeholt und erstmals durchs „neue“ Haus geführt. Für dies Finale wird die Glück-auf-Straße von 14.20 bis 17 Uhr gesperrt. Beim Empfang der Christs werden Nachbarn und Freunde da sein. Viele von ihnen haben ihnen auch vergangenen Mittwoch geholfen, ihre sieben Sachen – bis auf die Möbel – aus dem Haus zu tragen, um sie irgendwo zwischenzulagern. Wie die Wohnung da noch aussah und wie, nachdem die Fernsehhandwerker fertig waren, das wird dann bei RTL 2 zu sehen sein – spätestens in einem Jahr.

Autor/Quelle: Peter Seel
RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 13. Februar 2014, Seite 19

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