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Pfadfinder Niederfischbach feiern 60-Jähriges Bestehen

Von am 7. Oktober 2013

In diesem Jahr blickt Lord Robert Baden-Powell sicherlich stolz auf Niederfischbach. Denn seit nunmehr 60 Jahren hält der Pfadfinderstamm der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) aus Niederfischbach die Fahnen des Gründers hoch.

Ihren Anfang fanden die Pfadfinder in Niederfischbach 1953, als Pfadfinderstämme aus den Nachbargemeinden Kirchen und Betzdorf auf einer Wiese im Otterbachtal ein erstes Zeltlager errichteten. Dieses war für Rainer Hachenburg der Anlass, noch im selben Monat den Aufbau eines eigenen Stammes zu organisieren. Gemeinsam mit den Urmitgliedern Georg Otterbach und Klaus Hensel gründete er den Niederfischbacher Pfadfinderstamm, dessen erster Stammesführer Rainer Hachenberg wurde. Es war die erste Jugendgruppe in Niederfischbach neben den Messdienern.

Die damals noch eng bemessene Freizeit der jungen Menschen gestalteten die Pfadfinder mit Gruppenstunden, Wanderungen und Radtouren, Zeltlagern und Aufenthalten in Jugendherbergen sehr abwechslungsreich. Damals musste man zur Aufnahme noch eine Pfadfinderprüfung ablegen. Dazu gehörten Fächer wie Religions- und Heimatkunde, Wirtschaft und Verkehr, Lager und Fahrten, Singen und Spielen, sowie Sport. Außerdem musste man Charaktereigenschaften wie Mut und Schweigen unter Beweis stellen. Traditionell endete die Prüfung mit dem Pfadfinderversprechen beim Lagerfeuer auf dem Fillbachs Gleichen im Giebelwald. Für Wochenenden konnte von der Forstverwaltung im Jahr 1954 ein geeignetes Wochenenddomizil gepachtet werden – die Blockhütte auf dem Giebelberg in 505 Meter Höhe, welche auch heute noch gerne von allen Altersstufen besucht wird.

Von Beginn an wurden und werden bis heute jährliche Stammeslager veranstaltet, zunächst im Otterbachtal und in Friesenhagen, 1955 erstmalig als Pfingstlager in Römershagen und später lange Jahre im nahen Fähringen.

 Mit den Jahren wuchs der Pfadfinderstamm immer weiter an, sodass neben den ursprünglichen ersten beiden Sippen Schwalbe und Löwe weitere Gruppen aufgemacht werden konnten, bis schließlich alle Stufen der Pfadfinder abgedeckt wurden: von den Kleinsten, den Wölflingen über die Jungpfadfinder, die Pfadfinder bis hin zu den Rover.

In den Anfängen war der Stamm ein reiner Männerbetrieb, was sich auch erst Mitte der 60er Jahre änderte, als das Eintrittsalter gesenkt wurde und eine Wölflingsstufe gegründet wurde. Bei der Suche nach einer geeigneten Leiterin wurde man bei Gertrud Euteneuer fündig, die somit auch die erste Pfadfinderin in Niederfischbach war.

 Seit 1960 organisierten die Pfadfinder gemeinsam mit dem Führungskreis der Jahrgangsgruppen den Niederfischbacher Saalkarneval, zehn Jahre später, als sich der Führungskreis auflöste, übernahmen die Pfadfinder die alleinige Organisation. Auch heute noch veranstalten die Pfadfinder den Niederfischbacher Saalkarneval. Seit nunmehr 50 Jahren bereichert der Stamm auch die „Föschber Kirmes“ mit einer Wein- und Weizenbude, deren Erlös stets gemeinnützigen Zwecken gespendet wird.

 Im Rahmen des 60 jährigen Jubiläums veranstalten die Pfadfinder am 12. Oktober ein Ehemaligentreffen, zu dem alle Gründungsmitglieder und ehemaligen Leiter und Vorstände eingeladen sind. Hier soll generationsübergreifend diskutiert werden, was sich in 60 Jahren Pfadfinder so getan und verändert hat.

Dass die Pfadfinder vordergründig immer noch ein Verein für Kinder und Jugendliche sind, zeigten sie im Rahmen eines Kinder- und Jugendgottesdienst in der Pfarrkirche in Niederfischbach am diesjährigen Pfarrfest. Der Gottesdienst wurde in Zusammenarbeit mit Gemeindereferentin Agnes Rumrich und den Messdienern vorbereitet und gefeiert.

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