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Niederfischbacher Feuerwehr in Frankfurt auf Tour

Von am 25. Juli 2013

Die Kameradinnen und Kameraden mit Brandoberinspektor i.R. Hans Hermann Müller
bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt, Wache 1

Frankfurt am Main, die größte Stadt des Landes Hessen, war am Wochenende für 2 Tage das Ziel der Niederfischbacher Feuerwehrkameradinnen und Kameraden. Feuerwehrkamerad Ralf Hensel, der sich zurzeit bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt in der Ausbildung befindet, hatte die Tour geplant und organisiert. Somit war klar, dass als erstes der Besuch der Berufsfeuerwehr Frankfurt auf dem Plan stand. Das riesige Brand-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum Wache 1 vereint verschiedene Abteilungen unter einem Dach. Neben der Feuerwehrwache gibt es für die Ausbildung eine Brand- und Übungshalle und einen U-Bahntunnel. Lager, Werkstätten und die Verwaltung der Berufsfeuerwehr Frankfurt sind hier untergebracht. Die Führung begann mit einer Präsentation über die Frankfurter Feuerwehr, die Brandoberinspektor i.R. Hans Hermann Müller sehr illustriert und mit viel Fachwissen durchführte. Dabei wurden die vielseitigen Aufgaben, wie Brandbekämpfung, Hilfeleistung, Rettungsdienst und Sonderaufgaben erläutert. Zwölf Feuerwehr- und Rettungswachen, mit rund 900 Feuerwehrbeamten, verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet Frankfurt. Zusätzlich gibt es in den Stadtteilen noch 28 Freiwillige Feuerwehren. Weiterhin besteht mit vier Werksfeuerwehren, z.B. der Flughafen Feuerwehr, eine sehr enge und gute Zusammenarbeit. Anschließend ging es in die Einsatzleitstelle, wo jährlich mehr als einhunderttausend Einsätze koordiniert werden. Mehr als 80000 sind Rettungseinsätze und der Rest fällt auf Brandeinsätze und Technische Hilfeleistungen. Weiter führte der Weg in die Fahrzeughallen mit den Einsatz-, Sonder- und Reservefahrzeugen und ließ die Herzen der Feuerwehrangehörigen höher schlagen. Zum Schluss ging es in einige Werkstätten, in denen die Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an Fuhrpark und Ausrüstung der gesamten Frankfurter Feuerwehr durchgeführt werden.

Bei einem Rundgang am Nachmittag ging es als erstes auf den Wolkenkratzers Main Tower. Der Main Tower, der einzige öffentliche Wolkenkratzer in Frankfurt, wurde am 28. Januar 2000 eingeweiht und bietet aus 200 Höhe eine atemberaubende Aussicht die auf Altstadt, den Main und die Skyline der Frankfurter Finanzmetropole. Weiter führte der Weg zum Stadtmittelpunkt, zur Alten Hauptwache. Das barocke Wachgebäude wurde 1730 erbaut und war Sitz der Stadtwehr und besaß auch ein Gefängnis. In direkter Nachbarschaft steht die evangelische Katharinenkirche und hier beginnt auch die Fußgängerzone zur Zeil, eine der umsatzstärksten Einkaufsmeilen Deutschlands. An der Paulskirche vorbei, in der 1849 die erste Reichsverfassung verkündet, aber nie umgesetzt wurde, erreichten wir den Römerberg. Hier steht ein Frankfurter Wahrzeichen, der Römer mit seiner charakteristischen Treppenfassade. Seit dem 15. Jahrhundert ist der Römer das Rathaus der Stadt Frankfurt und damit eines der ältesten und der schönsten in der Bundesrepublik. Weiterhin sehenswert ist in der Platzmitte der Justitiabrunnen und auf der Südseite die Alte Nikolaikirche.

Am Sonntag standen der Flughafen und die Flughafenfeuerwehr auf dem Programm. Bei einer Erlebnisfahrt konnten die Niederfischbacher auf Deutschlands größten Airport den Flugbetrieb erleben. Mit einem Bus ging es an den Terminals vorbei und es konnten die verschiedensten Airlines und Flugzeugtypen bestaunt werden. Ob die Flugzeuge starteten oder landeten, betankt oder beladen wurden, die Niederfischbacher Wehrmänner und Wehrfrauen waren hautnah dabei. Immer wieder stoppte der Bus zwischen den Jumbos und Servicefahrzeugen. Die Dimension des gesamten Flughafens, die Zahlen und Maße waren alle so gewaltig, dass der wirkliche Maßstab verloren ging. Es sind unvergessliche Einblicke in das tägliche Geschehen auf dem Airport Frankfurt. Bei einem Halt an der Feuerwache 3 gab es Informationen über die Flughafenfeuerwehr. Ohne die Flughafenfeuerwehr darf kein Flugzeug starten oder landen. Deshalb gibt es insgesamt 4 Feuerwachen die auch für den Gebäudebrandschutz, aber hauptsächlich für den Flugzeugbrandschutz ausgerüstet sind. Hierzu sind die Feuerwachen mit Großflughafen-Löschfahrzeugen ausgerüstet. Die neueste Generation ist der „Z8 XXL“ mit 48 Tonnen Gesamtgewicht, fast 1400 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und 12500 Liter Löschwasser. Das Fahrzeug ist 12 Meter lang und 3 Meter breit. Da die Anforderungen an die Flughafenfeuerwehr sehr hoch sind, gibt es ein Feuerwehr-Training-Center,  in dem sämtliche Schulungen und Ausbildungen der Feuerwehrmänner stattfinden.

Zum Schluss bekannte Wehrführer Ulrich Pfeil, das bei soviel feuerwehrtechnischen Informationen der Ausflug in Wirklichkeit eine Schulungsfahrt sei und bedankte sich, auch im Namen der 24 Feuerwehrangehörigen, bei Ralf Hensel für die sehr gute Organisation.

Mit vielen feuerwehrtechnischen Informationen wurde die Heimreise angetreten, die für ein gemeinsames Abendessen in Haiger unterbrochen wurde.

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