Tierparkverein hat zwei neue Pfleger

Von am 12. März 2013

Professionalisierung im Umgang mit den Tieren erreichen

Auch wenn einige Exoten den Tierpark in Niederfischbach verlassen haben, sieht der Tierparkverein den Park und sich selbst gut aufgestellt. Es war befürchtet worden, dass die Besucherzahlen durch den Wegzug der Pumas, der Flamingos, dem Känguru und anderen Exoten, einbrechen würden. Doch das Gegenteil war der Fall. Insgesamt erlebten 18 400 Gäste den Park, der jetzt mit dem Konzept einheimischer Tierarten überzeugt.

Bei der Jahreshauptversammlung des Tierparkvereins im Gasthof Fuchshof in Niederfischbach stellte der Vorstand die Veränderungen im letzten Jahr vor. Die Mitarbeiter Sonja Kexel, Heike Gölzhäuser und Manfred Lanfer werden seit letztem Monat von den beiden ausgebildeten Zootierpflegern Stefanie Schilling und Jonathan Wolf unterstützt. Die 24-jährige Stefanie stammt gebürtig aus Leipzig und bringt ebenso wie ihr, aus der Nähe von Heidelberg stammender, 20-jähriger Kollege Jonathan, viel Engagement, Begeisterung und frischen Wind in den Tierpark mit.

Die neuen Zootierpfleger Stefanie Schilling (3. von links) und Jonathan Wolf (2. von rechts) Foto: Sabrina Fuchs

„Wir möchten gerne eine Professionalisierung im Umgang mit den Tieren erreichen“, erklärte Vorstandsmitglied Peter Merzhäuser. „Das ist unser zukunftsträchtiges Konzept.“ Doch nicht nur beim Personal setzt das Team des Tierparkvereins auf neue Ideen. Der Umbau des Tierparks, der im letzten Jahr begann, setzt sich auch weiter fort. „Uns ist ein Austausch mit anderen Tierparks wichtig“, betonte Merzhäuser, während er einen Überblick über die Umbauarbeiten gab. Im Gehege der Uhus sitzen die Vögel gerne am höchsten Punkt ihres Reviers und schauen interessiert auf die Besucher herunter. Bei den Schnee-Eulen wurde das Eulenpaar gegen ein jüngeres des Tierparks Fürstenwalde getauscht. Die Kaninchenburg gibt Kaninchen, Wildkaninchen, Meerschweinchen, Rebhühnern und Jagdfasanen ein neues, größeres Zuhause. Haus- und Wildtiere werden gemeinsam untergebracht und in einem begehbaren Teil können Kaninchen und Meerschweinchen gestreichelt werden.

Wie in dem Fantasyromanen von Harry Potter können die Kinder in der Eulerei die treuen Freunde des Zauberhelden besichtigen. Neben Waldkauz, Schleiereule, Zwergohreule gibt es auch die bedrohten Arten Raufußkauz, Steinkauz und Sperlingskauz. Ob die Eulen auch Briefe überbringen, wie in den berühmten Potter-Geschichten, ist leider unbekannt. Noch ein anzugehendes Projekt ist der Spielplatz, bei dem „man allmählich erkennen kann, was es mal werden soll“, lachte Vorsitzende Christiane Keßler. Der obere Bereich wird der Gastronomie zugehören und ein Bachlauf verschönert den Gesamteindruck. Bei dem Lieblingsprojekt von Merzhäuser – an Teich Nummer vier – gibt es bald eine kombinierte Anlage von Fischottern und Waschbären. Dann können die Fischotter in Zukunft nicht mehr so ruhig Händchen haltend zu zweit über das Wasser schweben, denn ein gelegentliches „In-die-Wolle-kriegen“ mit den Waschbären ist ausdrücklich erwünscht. Beide Tierarten müssen dann mehr für ihr Futter leisten.

Finanziell hat der Verein durch die Umbauarbeiten ein leichtes Minus erwirtschaftet, das aber aus Rücklagen gedeckt werden konnte. Über 25 Prozent mehr Einnahmen waren zu verbuchen und 141 Prozent gesteigerte Tierpatenschaften, was auch an den Mietmeerschweinchen liegt. Das Kinderfest war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg und ist überregional bekannt. 1200 Besucher beim Kinderfest hatte der Park zu verzeichnen: „So viel, wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr“, sagte Kassierer Michael Kewitsch. Und der Verein hofft, mit dem neuen, zukunftsträchtigen Konzept mehr Besucher im Park begrüßen zu dürfen. Am 21. April ist der Zugvogeltag zusammen mit den Siegerländer Vogelfreunden.

 
 
Autor / Quelle:
Sabrina Fuchs – RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 11. März 2013, Seite 17

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